Warum du so schnell vergisst

Kennst du das? Du lernst abends intensiv, fühlst dich sicher – und ein paar Tage später ist ein Großteil schon wieder weg.

Das ist frustrierend. Und viele ziehen daraus einen falschen Schluss:
„Ich kann mir Dinge einfach nicht gut merken.“

Die Wahrheit ist: Das ist kein persönliches Problem. So würde es jedem gehen, denn genau so funktioniert unser Gehirn. Es merkt sich vor allem das, was als wichtig eingestuft wird und zukünftig wieder gebraucht wird.

Angesichts der täglichen Informationsflut ist das nicht nur normal, sondern sogar sinnvoll.

Was die Vergessenskurve erklärt

Dieses Phänomen ist kein neues Problem unserer Zeit. Bereits im 19. Jahrhundert zeigte der Psychologe Hermann Ebbinghaus, wie schnell unser Gehirn neue Informationen wieder loslässt.

Er testete an sich selbst, wie rasch er unsinnige Silben vergaß – also Inhalte ohne Bedeutung oder Kontext.

Das Ergebnis war eindeutig:

  • nach 20 Minuten: ca. 40 % vergessen
  • nach 1 Stunde: ca. 50 % vergessen
  • nach 1 Tag: ca. 70 % vergessen
  • nach 1 Woche: ca. 80–90 % vergessen

Ohne gezielte Wiederholung verpufft der Großteil dessen, was wir lernen. Und das passiert völlig automatisch – egal, wie motiviert oder intelligent wir sind.

Eine Erfahrung aus meinem Lernalltag

Als ich vor einiger Zeit für eine größere Segelprüfung lernte, saß ich abends oft mit Textmarkern und Notizen am Schreibtisch. Wenn ich mir das Gelernte ein paar Tage später wieder anschaute, hatte ich trotzdem immer wieder das Gefühl, vieles schon wieder vergessen zu haben.

Damals dachte ich: „Ich lerne zu wenig.“ Oder: „Ich muss mich einfach besser konzentrieren.“

Heute weiß ich: Ich hatte schlicht nicht verstanden, wie Lernen überhaupt funktioniert und wie Wissen wirklich abgespeichert wird.

Wie du dein Gehirn gezielt unterstützt

Die gute Nachricht: Du kannst diesen natürlichen Vergessensprozess bewusst beeinflussen.

Dein Gehirn muss vor allem eines verstehen: Dieses Wissen wird wieder gebraucht. Und der wirksamste Weg, ihm dieses Signal zu geben, ist nicht weiteres Lesen – sondern aktives Abrufen.

In der Lernpsychologie spricht man hier auch von Spaced Repetition – also davon, Wissen immer wieder in Abständen ins Gedächtnis zurückzuholen. Entscheidend ist dabei aber nicht nur ein gehirngerechter Wiederholungsrhythmus, sondern vor allem die Art der Wiederholung.

Wiederholen heißt nicht: nochmal lesen

Aus der Vergessenskurve folgt schnell der Gedanke:
„Dann muss ich den Stoff eben öfter wiederholen.“

Das ist grundsätzlich richtig.
Aber nicht jede Form von Wiederholung ist gleich wirksam.

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, Wiederholen bedeute, den Stoff einfach noch einmal zu lesen.
Das fühlt sich vertraut an – doch für nachhaltiges Lernen reicht das nicht aus.

Denn beim bloßen Wiederlesen erkennt das Gehirn Inhalte nur wieder, ohne sie wirklich aktiv abzurufen.

Wirksame Wiederholung entsteht erst dann, wenn das Gehirn selbst arbeiten muss:
wenn es Antworten finden, Zusammenhänge herstellen und Wissen aus dem Gedächtnis hervorholen soll.

Genau hier kommt Active Recall ins Spiel –
also das aktive Erinnern.

Ein Beispiel aus meiner Praxis

Als ich neben dem Job für eine größere Segelprüfung lernte, saß ich abends oft mit Textmarkern und Notizen am Schreibtisch.

Wenn ich mir das Gelernte ein paar Tage später wieder anschaute, hatte ich trotzdem immer wieder das Gefühl, vieles bereits vergessen zu haben.

Damals dachte ich:
„Ich lerne zu wenig.“
oder
„Ich muss mich einfach besser konzentrieren.“

Heute weiß ich: 👉 Ich hatte schlicht nicht verstanden, wie Lernen überhaupt funktioniert und wie Wissen wirklich abgespeichert wird.

Wie du dein Gehirn gezielt unterstützt

Die gute Nachricht: Du kannst diesen natürlichen Vergessensprozess bewusst beeinflussen.

Dein Gehirn muss vor allem eines verstehen: Dieses Wissen wird wieder gebraucht.
Und der wirksamste Weg, ihm dieses Signal zu geben, ist nicht weiteres Lesen – sondern aktives Abrufen.

In der Lernpsychologie spricht man hier auch von Spaced Repetition – also davon, Wissen immer wieder in Abständen ins Gedächtnis zurückzuholen.

Entscheidend ist dabei nicht nur ein gehirngerechter Wiederholungsrhythmus, sondern vor allem die Art der Wiederholung –
denn ohne aktives Abrufen bleibt Wiederholung wirkungslos.

Wiederholen heißt nicht: nochmal lesen

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, Wiederholen bedeute, den Stoff einfach noch einmal zu lesen. Das fühlt sich vertraut an – ist aber passiv und wenig wirksam.

Nachhaltiges Lernen entsteht dann, wenn dein Gehirn selbst arbeiten muss: wenn es Antworten finden, Zusammenhänge herstellen und Wissen aktiv aus dem Gedächtnis abrufen soll.

Genau hier kommt Active Recall ins Spiel – also das aktive Erinnern.

Active Recall fühlt sich anfangs oft ungewohnt und anstrengend an.

Viele denken dann: Wenn Lernen sich schwer anfühlt, läuft etwas falsch.
In Wahrheit ist oft das Gegenteil der Fall.

👉 Anstrengung ist kein Zeichen von Ineffizienz, sondern ein Zeichen von wirksamem Lernen.

In diesen Momenten wird das Gehirn gefordert, neue neuronale Verbindungen entstehen – und Wissen kann langfristig abgespeichert werden.

Fazit

Vergessen ist menschlich – aber kein Schicksal.

Wenn du dein Lernen so gestaltest, dass dein Gehirn Wissen aktiv abrufen muss, bleibt es deutlich stabiler im Gedächtnis. Nicht durch mehr Zeit. Sondern durch die richtige Lernstrategie.

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